Urlaub auf Keta

[Dies ist der erste Testeintrag, um etwas Training in Sachen Blog/Foto- und Videoupload zu sammeln. Mit unseren Reiseeinträgen starten wir ab August.Am 2.9. geht unser erster Flug nach Bali:o))]

Nach ein paar Tagen der Ruhe lasst euch erzählen, wie wir die fusion erlebt haben.

Bisher lässt sich das Festival mit einer verflossenen Liebe vergleichen: auch hier gilt die Regel “mindestens so lange wie es gedauert hat brauchst du, um drüber hinweg zu kommen“. Sechs Tage pure Liebe, beeindruckende Kunst und geile Mukke wollen erstmal verarbeitet und körperlich ausgestanden werden, bevor wir nun Vergangenheitsbewältigung betreiben können. Natürlich ging alles viiel zu schnell vorbei und wenn wir hätten in Lärz bleiben können – wir hätten es wahrscheinlich getan!

Zur 20. fusion reisten wir bereits Mittwoch früh an, um auf jeden Fall mit dem Bulli aufs Gelände zu kommen- leider kamen gefühlt ca. 20.000 Leute auf die selbe Idee, sodass man sich bereits bei Anreise auf die teilweise langen Wartezeiten einstimmen konnte. Darüber tröstete uns aber das gute Wetter hinweg und außerdem ist es unglaublich beeindruckend, was einen auf dem ehemaligen Fluggelände alles erwartet: ein explosiver Mix aus beängstigenden Skulpturen, Freilicht-Denkmälern, Hängematten, Lagerfeuern, bunten Tempeln und einmaligen Formen und Farben und nicht zuletzt erwähnt natürlich wunderschönen Menschen … genau das richtige Setting, um den musikalischen Genuß auf mehr als 20 Bühnen, Zelten und Tanzwüsten nicht nur mit den Ohren wahrzunehmen, sondern auch visuell in diese Traumwelt einzutauchen. Man kann sich einfach nicht satt sehen und wir haben bereits bei Betreten des Geländes sofort gespürt, mit wie viel Liebe dieses Zusammensein vorbereitet und begleitet wird, was für uns die fusion zu einem herausstechenden, einmaligen Erlebnis machte. Passender Weise findet nächstes Jahr keine fusion statt (wir sind ja schließlich auch nicht da:o)), und danach darf man gespannt sein, ob und in welchem Format die Veranstalter das Festival fortführen. Wir hoffen inständig, noch einige Feste mehr mitfeiern zu können!

Am Mittwoch um 18:00 begannen die ersten Sets, Inszenierungen und Konzerte. Gleichzeitig fiel auch der Vorhang für bunte Feuer-, Wasser- Luft- und Lichtspiele welche bis Montag Mittag insbesondere nach Sonnenuntergang so abwechslungsreich dargeboten wurden, dass uns des Öfteren die Kinnlade runterfiel!! Erfrischender Weise hatten auch die Besucher einen Riesenanteil daran, da insbesondere die liebevoll gebastelten Tanzstäbe total herausstachen und vor allem nachts für ein kunterbuntes Meer an Lichtern und eine nahezu halluzinogene Atmosphäre sorgten. Wenn ihr wissen wollt, was genau ein Tanzstab ist, schaut euch unsere Fotos oder das (noch sehr amateurhafte) Video an.

Urlaub auf Keta from Melanie Lange on Vimeo.

Dass die Besucher sich einbringen und dadurch immer wieder spontane neue Happenings entstehen macht für uns das Festival so besonders! Egal ob jung oder alt, jeder wird durch die nirgendwo anders so präsente Toleranz und kreative Umgebung aufgefordert, seinen Teil beizutragen. Dabei nutzen einige die neben dem musikalischen Programm angebotenen Workshops, um sich und ihre Erfahrungen auszutauschen, andere verteilen spontan leckere ,selbst zubereitete Mahlzeiten auf dem Platz oder kreieren selbst kleine Malereien oder Kunst. Es gibt auch einen Zeltplatz für Rollstuhlfahrer, wo die Zelte nicht wie auf dem übrigen Platz “freestyle” aufgestellt werden, sondern eine breitere Gasse gelassen wird- insgesamt merkt man einfach die Erfahrung und Umsicht der Veranstalter in jedem Detail, was unglaublich Spaß macht!

Die außergewöhnliche Stimmung die dadurch entsteht, unterstreicht die musikalischen, teils sehr experimentellen Leckerbissen, welche über die  6 Tage an 24 Stunden dargeboten wurden. Für uns standen insbesondere die Techno,- Techhouse und die Acts mit Latin Influence ganz oben auf der Liste. Dieses Jahr waren Thomas Schumacher, Matanza, HGichT, Andreas Henneberg, Dirty Döring, von wegen Lisbeth, Sebastian Leger, Sven Dohse und Jan Oberländer dabei, um mal unsere Most wanteds zu nennen. Ehrlich gesagt hat uns das derart lange Lineup aber immer so hypnotisiert, dass wir bis zuletzt keinen richtigen Überblick hatten, wer wann wo spielt- dadurch haben wir einige Sets verpasst. War aber zu verschmerzen, weil wir dem Motto Go with the Flow treu blieben, wie es gefühlt die Mehrheit der fusionisten auch macht wodurch verrückte, spontane Begegnungen entstehen und im wahrsten Sinne des Wortes alle Leute zu EINEM fusionierten, was uns wichtiger war!

Zu Beginn des Festivals noch ziemlich klar, werden aber nicht nur die Begegnungen im Laufe der Zeit immer wilder. Ab Samstag traf man Leute, welche schon seit Tagen auf den Beinen waren und sich nur noch vom Bass und der aufgeladenen Atmosphäre übers Gelände tragen ließen und eine geradezu animalische Gestalt abliefern- bestimmt oft auch beflügelt durch einen Cocktail  aus Glückshormonen, Schlafentzug, Adrenalin, Alkohol, Mary J und anderen Substanzen die man definitiv nicht bei Netto an der Kasse bekommt:oP

Die visuellen Reize, die wahnsinnig tolle Musik und der dicke Bass, die lieben Menschen und das “Verschmelzen zu Einem” haben uns sehr inspiriert und uns einmal mehr bewiesen, wie sehr wir uns nach Vielfalt und neuen (kulturellen) Erfahrungen sehnen- leider lassen sich nur die dicken Boxen zur musikalischen Untermalung nicht so leicht für unsere Reisen einstecken:o)

Jetzt freuen wir uns auf die heiße Phase kurz vor Reiseantritt: nächste To Dos sind Visa beantragen, Jobangebote für Japan sichten und Detailinfos einholen. Wir freuen uns mega und halten euch hier aufm Laufenden!

Eure Adelia & Mella

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4 thoughts on “Urlaub auf Keta

  1. Gina says:

    Wooow ich bin bei der nächsten Fusion unbedingt dabei! I love deine Story. .. so cool geschrieben… dass ich mich fast schon mit fusioniert habe 😛

    Liked by 1 person

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